Von Dir.
Von Dir.
Draußen toben
Wind und Regen,
peitschen
die einsame Nacht.
Ich trieb im
Grünen Meer,
als ich in Deine
Augen sah.
Fahler Mond
schien
gedämpft erwacht,
das Blau grau trübend,
zu verbergen unter Gischt,
was im dunklen Licht
auf hoher See geschah!
Keine Rettung,
die mich suchte.
Schrille Sturmwogen
brachen krachend Wellen
über mir..
Strudel sogen in
die Tiefe
und Wasser nahm
die Luft.
…ein Hauch von Dir
wird ewig bleiben,
Dein süßer, zarter Duft.











Eine Klang- und Bildcollage aus Caspar David Friedrichs „Der Wanderer“, der Odyssee und Sigur Ros` „Hun Joro“.
Der Wanderer steht auf dem Felsen und blickt in das wogende und tosende Meer, das ihm gleichzeitg Respekt einzuflösen, aber auch Sicherheit zu geben scheint. Stark und ruhig steht er da.
Odysseus, wie er an den Schiffsmast gebunden, sich den Lockrufen der Sirenen zwanghaft hingeben will…er will und kann sich der Versuchung nicht entziehen…sie scheint alles in ihm in verlangendes Wogen zu bringen, die Stimmen greifen nach ihm, streicheln ihn, sind nah bei ihm, betten ihn weich und nur durch seinen Verstand, der ihn zuvor dazu veranlasste sich an den Mast binden zu lassen, kann er, muss er überleben…er ist alleine. Allein mit dem Wissen, wie sie sich angefühlt hat – die Süße, die angenehme Schwere, das Fallenlassen.
Hun Joro – Kraftvoll und zart. Stärke sehen und Schwäche fühlen.
Klirrende Spannung wird zu Anspannung, wird zum verzweifelnden Greifen nach den leisen Lichtern in der Dunkelheit, wird zum Schrei nach mehr…mehr, mehr, mehr, wird zu Verzweiflung, wird zum Zusammenbrechen wird zum Verstehen, wird zu Einsicht, wird zu Klarheit, wird zu gebannten Hinschauen, zum Wissen nichts tun zu können…
…Und doch wird es nicht zu Resignation. Es wird zu blankem logischem Wissen über das Scheinen der Dinge und das Sein der Dinge. Über Schwarz und über Weiß. Über Wahrheit und über Unwahrheit. Über Fühlen und über Denken. Über Kälte und über Wärme.
Ich habe Gänsehaut bekommen, verehrter Dichter! Gänsehaut und gleichzeitig das Verlangen nach Katharsis…nach kathartischem, schreiendem Lachen, das in Tränen mündet.
Deine Zeilen bannen, nehmen einen an die Hand und führen ihn weg in ferne Welten!
Begeisterung, Begeisterung, Begeisterung
Evalotta
13. November 2008 um 11:09